Mit Kamm und Schere in die Selbstständigkeit

Selbständig mit 26 Jahren? Wieso nicht? Die Friseurmeisterin Yvonne Krampert leitet seit drei Jahren ihren eigenen Laden und ist zufrieden. Und das, obwohl sie sich eigentlich mehr aus der Not heraus selbständig gemacht hat.

Ursprünglich war es nicht mein Plan, mich selbständig zu machen. Ich hatte mehr oder weniger keine andere Alternative.

Yvonne Porträt

Schon in der Schulzeit war Yvonne klar, dass sie sich zur Friseurin ausbilden lassen will. Nach ihrer Ausbildung beim Salon Schlenkrich in Erlangen entschied sie sich Ende 2012, die Meisterprüfung zu machen. Die teure Investition in die Ausbildung bei der Forchheimer Friseurakademie Meininghaus nahm sie in Kauf, schließlich lässt sich mit einer abgeschlossenen Meisterprüfung auch mehr verdienen. Doch auch danach bekam sie nur Stellen als Gesellin angeboten, hauptsächlich in Nürnberg.

Die Fahrerei nach Nürnberg für eine Gesellenstelle habe ich nicht eingesehen. Deshalb habe ich es einfach mit Stuhlmiete versucht.

Wie in einer WG mietete Yvonne sich beim Salon „Kamm & Schere“ ein, konnte so ihren eigenen Kundenstamm aufbauen und musste dennoch weniger Risiko gehen. Und als sie dann 2013 den kleinen Laden in der Sattlertorstraße entdeckte, war die Entscheidung für den eigenen Laden gefallen. Obwohl ihr Bekannte wegen der Lage des Ladens abgeraten hatten, weiß die Buckenhofenerin ihren Standort direkt an der Fußgängerbrücke zu schätzen:

Laden

Hier kommen viele Fußgänger und Radfahrer vorbei und sehen den Laden. Ich habe sogar eine Kundin aus Erlangen, die hier mal bei einer Radtour vorbeigekommen ist. Und die Fensterfront bringt viel Licht. In der Stadt müsste ich das verhängen, weil sich sonst die Kunden unwohl fühlen würden.

Ihre Idee geht auf, Yvonne kann einige spontane Kunden und einen regelmäßigen Kundenstamm in ihren kleinen Laden locken. Ihr Erfolgsgeheimnis? Die Herausforderung annehmen, aus jedem äußerlich das Schönste hervorzuholen und solide Arbeit zu angemessenen Preisen zu leisten. Über überteuerte Preise kann sie sich nur entrüsten:

Ich liebe meine eigenen Haare ja auch, aber deswegen muss ich ja nicht gleich 180 Euro dafür ausgeben.

Qualität und Schnelligkeit zieht Kunden. Das merkt die 26-Jährige vor allem auch bei ihren Lieblingsaufträgen: Hochsteckfrisuren. Eine aufwendige Hochsteckfrisur für Hochzeiten bekommt sie auch schon in 30 Minuten hin. Eine Fähigkeit, die sich schon rumgesprochen hat. Bereits bis in den Oktober hat Yvonne Termine für Hochsteckfrisuren. Das scheint wohl die beste Werbung trotz der großen Konkurrenz in Forchheim.

Laden innen

 

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Hier gibt`s mehr Infos zu Yvonne, einige Frisureindrücke und ihren Preisen.

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