So geht es Firas aus Syrien

Erinnert ihr euch an Firas Almoktef (22)? In der Adventszeit hatte Schau fei den jungen Syrer in der Flüchtlingserstaufnahme in Forchheim besucht und ihn auf den Weihnachtsmarkt begleitet. Die Geschichte seiner Flucht hat uns tief bewegt. Jetzt hat Redakteurin Lena noch einmal nachgefragt: Wie geht es Firas nach mehr als einem halben Jahr in Deutschland?

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Mir geht es gut und alles ist in Ordnung! Ich wohne immer noch in einer Unterkunft in Redwitz, wo ich bereits Anfang des Jahres von Forchheim aus hingebracht wurde. Es ist ein kleines Hotel mit drei Zimmern. Mein Zimmer ist ok und in Redwitz gefällt es mir ganz gut. Auch das deutsche Essen mag ich mittlerweile. Ich gehe nach Lichtenfels zum Sprachunterricht, wo ich immer wieder viele neue Wörter lerne, das gefällt mir. Im Moment habe ich aber Ferien. Ich muss und will noch mehr Deutsch lernen, um mich mit dir, Lena, und allen anderen Deutschen richtig auf Deutsch unterhalten zu können. Ich würde gerne hier zur Universität gehen, um weiter Jura zu studieren, wie ich es schon in Syrien begonnen habe. In meinem Heimatland konnte ich einfach noch nicht genug über die Gesetzgebung lernen. Blöd finde ich nur, dass ich so wenig Geld habe. Ich würde gerne mal nach Bamberg fahren, um mich mit dir zu treffen, Lena.  Aber dafür reicht das Geld im Moment einfach nicht. Wie lange ich noch in Deutschland bleiben darf, weiß ich selbst noch nicht. Da habe ich keine Ahnung. Ich wünsche dir eine gute Zeit, Lena, pass auf dich auf. Viele Grüße von mir, Firas.

 

firas neu

Hier könnt ihr nochmals Firas Geschichte seiner Flucht und seinem Besuch auf dem Forchheimer Weihnachtsmarkt nachlesen.