Schau fei unterwegs: auf der Blumeninsel Madeira

Wenn in den Tagen vor dem Abflug die Medien von Bränden im Urlaubszielort berichten, kommt in dem Moment nicht wirklich Urlaubsfeeling auf. So erging es unserer Redakteurin Elisa vor 3 Wochen. Auf Madeira wütete der verheerendste Waldbrand der Geschichte  und war auch in der Hauptstadt Funchal, dem Zielort unserer Redakteurin,  angekommen.

Komischerweise hatte ich trotz der einschlägigen Nachrichten und der Aussage des Personals, dass das Feuer zwei Nächte zuvor nur 500-600 Meter vom Hotel entfernt war, kein mulmiges Gefühl vor dem Abflug. Daran waren nicht unbedingt die beruhigend gemeinten Worte des Hotelangestellten schuld, der meinte, dass jetzt alles „safe and under control“ wäre, sondern mein Bauchgefühl, welches mir sagte: „Wird scho“. Und tatsächlich war außer ein paar Rauchschwaden und vereinzelten Feuerwehrleuten, die noch hier und da kleinere Schwelbrände löschten, von Feuer in Funchal keine Spur mehr. Das Ausmaß des Brandes war jedoch auch in der Hauptstadt Madeiras deutlich zu sehen.

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Mit der Seilbahn hatte man einen guten Blick über Funchal – und über die Zerstörungswucht des Feuers. Nicht nur Bananenplantagen fielen dem Feuer zum Opfer, sondern auch etliche Wohnhäuser.

Aber nun zum schönen Teil des Urlaubs:

Madeira wird nicht umsonst die Blumeninsel genannt. Flora und Fauna sind wirklich wunderschön! Das liegt an dem durchgängig angenehmen Klima und Durchschnittstemperaturen von 20-26 Grad. Mit Regen in Deutschland gestartet, wurden wir von Sonnenschein und etwas Wind, wie es üblich auf Madeira ist, begrüßt. Und auch die nächsten 14 Tage hatten wir durchgehend gutes Wetter. Perfekt zum Baden, gemütlich draußen sitzen und wandern. Obwohl ich eigentlich kein Wanderliebhaber bin, war eine Levada-Wanderung Pflicht. Levadas sind alte Wasserkanäle, die ab dem 15. Jahrhundert unter anderem zur Bewässerung von Plantagen gebaut wurden.

Der Star auf der Insel ist ganz klar Christiano Ronaldo. Der in Funchal geborene Fußballstar lächelt einem von Bussen, in Werbeclips und natürlich vor und in seinem Museum (!), welches in seinem eigenen Hotel direkt am Meer in bester Lage liegt, entgegen. Für  kleine und große Fußballliebhaber sind die 5 Euro Eintritt sicherlich lohnenswert. Für mich war das Highlight zwischen all den ausgestellten Pokalen und Preisen hingegen die Handcreme auf der Toilette.

Neben dem Schwertfisch mit Banane und dem Poncha ist der Madeira Wein eine typisch lokale Spezialität auf Madeira. Als Rotweinliebhaberin wollte ich den Madeira Wein natürlich unbedingt probieren. War dann auch noch total begeistert, dass er günstiger ist als alle anderen Rotweine. Der Haken an der Sache war nur: Der Madeira Wein ist überhaupt kein Rot-, sondern ein Portwein. Das wurde mir aber leider erst bewusst, als der Kellner mir das Glas brachte…

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Wieder um eine Erfahrung reicher 😀

Was als kleines Abenteuer begann, wurde zu einer wunderschönen Reise. Madeira ist wirklich traumhaft schön und absolut zu empfehlen! Hier noch ein paar Bilder im Anschluss 🙂