Ein Praktikum in Afrika: Katharina in Namibia

Die eigenen vier Wände verlassen, raus aus der Komfortzone und rein in die Welt. Das hat sich Katharina Anderl (24) vorgenommen und stürzt sich in ihr Abenteuer Namibia. Ein halbes Jahr wird die Lehramtsanwärterin für Grundschullehramt freiwillig an einer Highschool Deutsch unterrichten, die afrikanische Kultur kennenlernen und neue Länder bereisen. Kurz vor ihrem Abflug erzählt uns die junge Forchheimerin von ihrer Vorbereitung, ihren Zweifeln, aber auch der großen Vorfreude auf ihr ganz eigenes Abenteuer Afrika.

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Katharina Anderl (24) studiert Grundschullehramt an der Friedrich-Alexander Universität in Erlangen-Nürnberg und hat ihr erstes Staatsexamen bestanden. Bis zu ihrem Referendariat will sie jetzt die Zeit mit einem Praktikum in Namibia überbrücken. (Alle Bilder sind privat.)

Da ich im Herbst mein erstes Staatsexamen geschrieben habe, habe ich nun bis zum Herbst Zeit, bevor ich ins Referendariat starte. Über die Facebookgruppe der FAU bin ich mehr oder weniger zufällig auf das Praktikum in Nambia gestoßen, das vom Bayerischen Lehrerinnen und Lehrer Verband angeboten wird. Eigentlich wollte ich die Zeit ja mit so etwas wie Backpacking auf Bali verbringen, aber das kann ich wann anders auch noch. Ich denke einfach, dass mir das Praktikum für meine pädagogische Zukunft viel bringen wird und ich kann mich zudem wirklich nützlich machen. Deshalb hatte ich mich auch entschlossen, mich zu bewerben. Ich wurde gleich gemeinsam mit einer Studienfreundin genommen und musste mich innerhalb einer Woche entscheiden.

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Die Schülerinnen und Schüler der S.I. GOBS Secondary Senior School in Omaruru in Namibia. Katharina woll dort hauptsächlich Deutsch unterrichten.

Ich werde in Namibia in einer kleinen Stadt namens Omaruru an einer High School hauptsächlich Deutsch unterrichten. Das Staatsexamen war so stressig, dass ich mich freue, jetzt endlich etwas Neues zu sehen, eine neue Kultur zu entdecken, auch um unseren Luxus in Deutschland ein bisschen relativieren zu können. Obwohl die Vorfreude natürlich groß ist, bin ich schon froh, dass ich gemeinsam mit einer Freundin reise. Alleine hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut. Mit ihr bin ich auch in einer kleinen Hütte in der Nähe der Schule untergebracht. Ich habe vor allem auch deswegen ein paar Zweifel, weil die Schüler zwischen 16 und 25 Jahre alt sind und ich ja eigentlich für die Grundschule ausgebildet worden bin. Das wird eine Herausforderung, an der ich aber wachsen kann. Schließlich werde ich im Referendariat später auch ins kalte Wasser geschmissen und so kann ich schon einmal ein paar Erfahrungen im Unterrichten sammeln.

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Katharinas zukünftiger Arbeitsplatz in Namibia. Gemeinsam mit einer Freundin ist sie dort in der Nähe in einer Hütte untergebracht.

Ich wusste vorher nicht viel über Namibia, im Moment ist dort gerade Hochsommer. Ich hatte mich vor Kurzem auch mit einer Studentin ausgetauscht, die das Praktikum schon gemacht hatte und sie hat mich schon einmal vor den Spinnen gewarnt. Da soll es wohl ziemlich viele geben und ich mag Spinnen so gar nicht. Zwar habe ich mich ein wenig über Namibia informiert, mich zum Beispiel impfen lassen und ein paar leichte Sommerhosen gekauft, aber ich werde das meiste erstmal auf mich zukommen lassen. Weil im Mai in Namibia Schulferien sind, werde ich auch selbst Zeit haben, ein wenig das Land zu bereisen. Auch meine Eltern wollen mich für zwei Wochen besuchen kommen, wir wollen gemeinsam eine Namibia Rundreise unternehmen und auf Safaritour gehen. Meine Freundin und ich haben uns auch schon vorgenommen, zum Beispiel auch nach Südafrika oder Botswana zu fahren. Das ist mit dem Bus nur ein paar Stunden entfernt und wird bestimmt spannend.

 

Katharina ist bereits am 6. Januar 2017 nach Namibia geflogen. Bei uns erfahrt ihr, wie es ihr während ihres Praktikums in den nächsten Monaten geht. Ihr Eindruck nach den ersten Tagen ihres Abenteuer Afrikas:

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Katharina und Judith in Windhoek, Namibias Hauptstadt

Gestern Abend waren wir in Windhoek unterwegs und haben uns in Joes Beerhouse durch die namibische Fleisch-Küche probiert. Krokodil und Zebra ist nicht so unseres, aber Kudu Springbock können wir sehr empfehlen! Gestern hat es übrigens geregnet und alle haben es gefeiert. Es regnet nämlich leider sonst fast nie. Von den Temperaturen war es dann sehr angenehm, jetzt hat es schon wieder 30° Celsius. Heute werden wir von unserem Betreuer abgeholt und nach Omaruru gebracht. Aber wir schauen uns jetzt erst noch ein bisschen in Windhoek um.

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