Irgendwas Soziales: Stefanie Schmitt

Ich mach‘ später mal irgendwas Soziales. Ja, aber was? Das soziale Berufsfeld ist riesig, aber nicht gerade als Karriereleiter der Großverdiener schlechthin verschrien. Lehrer, Sozialpädagogen, Erzieher und Co – Schau fei interviewt in den nächsten Wochen für euch junge Forchheimerinnen und Forchheimer, die sich für einen sozialen Beruf entschieden haben. Sie erzählen, welche Möglichkeiten es gibt und warum es sich auch bei einer weniger guten Bezahlung lohnt, einen sozialen Beruf zu ergreifen. Denn Geld kann schließlich nicht alles sein!

 

Stefanie Schmitt (23) aus Obertrubach: Kreisjugendpflegerin beim KJR Forchheim

Ich hatte schon am Gymnasium in Ebermannstadt den sozialen Zweig belegt, hatte da einmal im Kindergarten und auch einmal in der Bank ein Praktikum gemacht, aber letzteres konnte ich dann schon einmal für mich ausschließen. Das war mir einfach viel zu finanzlastig. Bei einer Berufsmesse bin ich dann mehr oder weniger zufällig auf den Studiengang der Sozialen Arbeit gestoßen, welchen ich schließlich in Coburg studiert habe. Das Studium war schon sehr theorielastig. Man lernt irgendwie alles und nichts, von der Altersgruppe der Kleinkinder bis zu den Senioren. Ich habe allerdings während meines gesamten Studiums bereits als pädagogische Betreuerin, wie zum Beispiel beim Freizeitprogramm des Zirkus Schnauz, beim KJR mitgearbeitet. Das brachte mir nicht nur Abwechslung zum Studium, sondern so kannte ich auch schon alle Strukturen, Leute und Arbeitsabläufe des KJR. Wie es der Zufall so wollte, wurde direkt nach dem Ende meines Studium anfang letzten Jahres eine Stelle als Kreisjugendpflegerin frei. Als eine von zwei Kreisjugendpflegerinnen in Forchheim bin ich nun seit einem Jahr für die kommunale Jugendarbeit zuständig und kümmere mich um die Organisation und Ausgestaltung von Bildungs- und Freizeitveranstaltungen für Kinder und Jugendliche.

Für mich bietet dieser Job genau die richtige Abwechslung zwischen Büroarbeit und direktem Bezug zu den Jugendlichen. Ich musste mich zum Beispiel auch schon um einen Toilettenwagen kümmern. Das hätte ich früher auch nicht gedacht, dass das mal zu meinen Aufgaben gehört. Es kommt schon noch ab und an vor, besonders auch weil ich so klein bin, dass mich Leute zwischen den Jugendlichen nicht als Leiterin erkennen oder mich für die Praktikantin halten. Aber das kann ich durch mein Auftreten dann meist schnell korrigieren. Ich fühle mich dennoch in meiner Arbeit anerkannt und wertgeschätzt. Natürlich ist die Bezahlung nicht der erste Maßstab für mich gewesen, sondern dass ich Spaß habe an meiner Arbeit. Und es gab noch keinen Tag, wo ich mich noch nicht auf die Arbeit gefreut habe. Ich kann nur allen jungen Menschen, die sich für soziale Arbeit interessieren, empfehlen sich schon früh zu engagieren. Der KJR Forchheim sucht beispielsweise gerade wieder ehrenamtliche junge Menschen ab 16 Jahren, die sich zum Betreuer ausbilden lassen wollen und uns bei Freizeiten und Projekten unterstützen!

 

Wer Interesse an der Betreuerausbildung des KJR hat, findet hier weitere Infos:

http://www.kjr-forchheim.de/news/2017/02/betreuergesucht.php