Wir stehen den Nazis BUNT gegenüber

Bunt steht das Forchheimer Bündnis „Bunt statt Braun“ auf dem Marktplatz, unglücklich abgeschirmt vom eigentlichen Geschehen auf dem Paradeplatz. Denn da hat die Partei „Der III. Weg“ ihren Platz zugewiesen bekommen.  Abgeschirmt durch Absperrung und Polizei stehen die knapp 20 Frau und Mann, ihre Fahnen in der Hand, Infomaterial parat. Dass ihr Partei-Programm einer NSDAP mehr als nur ähnelt, wissen viele Bürgerinnen und Bürger nicht, die von den, ja wir müssen sie so bezeichnen, Nazis, auch in der Fußgängerzone angequatscht werden. Ist das noch ein Meinung, für die öffentlich geworben und die frei vertreten werden darf?

Für Verantwortliche des Forchheimer „Bunt statt Braun“ Bündnisses ist die Antwort klar: Nein!

Die Ansichten der Partei „Der III. Weg“ ist keine Meinung, das ist Faschismus!

Und deswegen organisieren sie kurzerhand eine Gegendemo. Den an die 20 faschistischen Vertretern auf dem Paradeplatz stehen knapp 100 Interessierte und Mitarbeiter des „Bunt statt Braun“ Vereins gegenüber. Abgesehen davon, dass man sich in Forchheim doch eine größere Zahl von Gegendemonstranten erhoffen hätte können, findet die Gegenüberstellung auch nur im im übertragenen Sinne statt. Denn zu einem echten Gegenüberstehen lässt es die Polizei gar nicht erst kommen.

Als ein paar Anhänger der linksorientierten „Die Partei“, oftmals als Spaßpartei tituliert, mit ihren Fahnen zum Paradeplatz laufen wollen, werden sie noch deutlich vor dem Kreisverkehr von Polizisten aufgehalten. Als sich aber zwei Anhänger des dritten Weges zum Marktplatz aufmachen, werden sie erst kurz vor dem dortigen Absperrband aufgehalten, deutlich im Sichtfeld der Gegendemonstranten. Klar, sie werden sofort ausgebuht, ausgepfiffen, „Nazis raus“ wird gerufen. Aber im Prinzip haben sie genau das erreicht, was sie erreichen wollten: Aufmerksamkeit gewinnen und Provozieren.

Aber ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken, ist wohl auch keine Lösung, dafür ist die Partei „Der III. Weg“ und ihr faschistisches Gedankengut viel zu gefährlich. Was also tun? Information und Bildung, so lahm es auch klingen mag, sind hier wohl Ansätze, die viel mehr bewirken, als Konfrontation mit der Faust. Aufklären will auch das Bündnis „Bunt statt Braun“ in Forchheim, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Und wer der Vielfalt und der Toleranz einfach mehr Aufmerksamkeit schenkt, der tut schon viel dafür, dass Nazis bei uns in Forchheim keine Chance haben.

Das Wort können wir der dritten Partei nicht verbieten, aber wir können dafür sorgen, dass ihre Worte in Forchheim keinen Anklang finden. Denn wir sind BUNT statt braun!