Ab ins Beet: der Forchheimer Stadtgarten

Selbst Tomaten anpflanzen, die eigenen Erdbeeren ernten oder das Kräuterbeet auf dem Balkon hegen und pflegen: Gärtnern ist voll im Trend. Besonders in Großstädten ist „Urban Gardening“ – also das Pflanzen und Ernten mitten in der Stadt, gemeinsam oder alleine auf dem Balkon – schon beinahe ein Volkssport. Klar, wer keinen Garten hat, aber nicht auf selbst gepflanzte Gemüse-, Obst- und Kräutersorten verzichten will, schließt sich eben mit Gleichgesinnten zusammen. Macht ja auch mehr Spaß als alleine im Beet zu hocken. Und auch bei uns gibt es ein solches Projekt: den Forchheimer Stadtgarten.

Organisiert über den Förderverein Forchheimer Bastionsgärten e.V. treffen sich die zehn bis zwölf Mitglieder seit drei Jahren regelmäßig, um ihren Garten zu pflegen. Das Besondere? Der sogenannte Stadtgarten besteht eigentlich aus um die 20 Hochbeeten, mitten auf der Roten Mauer. Das Grundstück haben sie für einen symbolischen Beitrag von 20 Euro von der Stadt Forchheim gepachtet.

Wir pflanzen ausschließlich in Bioqualität und nutzen samenfestes Saatgut. Dabei pflanzen wir das, worauf wir Lust haben. Von der klassischen Möhre, den Tomaten und dem Radiesschen bis hin zu Pastinaken und in diesem Jahr zum ersten Mal auch Süßkartoffeln ist wirklich alles dabei. Das wollten wir einfach einmal ausprobieren. Natürlich haben wir auch jede Menge Kräuter und von den Erbsen zum Beispiel mehrere verschiedene Sorten. Und die Ernte teilen wir untereinander auf. Wir treffen uns einmal die Woche zum gemeinsamen Gießen, Unkraut jähten und um uns einfach ein bisschen auszutauschen. Es geht schließlich auch um die Gemeinschaft. – Ulli, Initiatorin des Projektes

Ein öffentlicher Platz, der als Gemüsegarten genutzt und gleichzeitig verschönert und gepflegt wird. Doch öffentlich heißt für gar manch einen, dass er sich auch an dem öffentlichen Gemüse bedienen darf, oder etwa nicht?

Auch wenn der Garten Stadtgarten heißt und öffentlich ist, so ist es nicht gedacht, dass jeder sich an der Ernte bedienen darf. Wir stecken schließlich in unserer Freizeit Herzblut und Arbeit rein, die Ernte wird unter den Mitgliedern aufgeteilt. Bis auf wenige Ausnahmen haben wir aber kaum Probleme mit Besuchern, die sich einfach bedienen, oder gar mit Vandalismus. Aber Erdbeeren würden wir zum Beispiel nicht pflanzen, da würden wir selbst wohl nicht viel von den reifen Beeren sehen. – Uli

Ihr habt auch Lust bekommen, mitzugärtnern oder euch das Projekt einfach mal genauer anzuschauen? Dann meldet euch doch einfach bei Ulli über die offizielle Facebook Page. Die kleine Gärtner-Gemeinschaft freut sich über Interessierte!

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