Darum gehen wir in Forchheim AUF die Keller

In Forchheim gehen wir nicht in den Biergarten – Nein, wir gehen auf die Keller! Und das ganz wörtlich: Wir gehen und sitzen zum Teil auf den Kellern oben drauf. Die Wirte und Brauereien nutzen die ungewöhnlich tiefen Kellergewölbe auch heute noch, um ihre Getränke zu kühlen. Hilde Schaufel vom Schaufel Keller hat Schau fei einen Einblick in ihr Kellergewölbe gewährt.

Was gibt es schöneres, als sich auf unseren schönen Kellern zu treffen, zu ratschen und dabei ein kühles Bier zu genießen?

 

Hilde Schaufel (60) ist seit über 35 Jahren Pächterin des Schaufel Kellers und ist immer noch gern auf ihrem Keller, den sie auch liebevoll den „Kartoffel-Keller“ nennt. Hier gibt es nämlich super leckere Bratkartoffeln und auch andere Leckereien, denen ein echter Franke einfach nicht wiederstehen kann. Und natürlich gehört auch ein frisch gekühltes Bier dazu! Das wird das ganze Jahr über im hauseigenen Felsenkeller ganz natürlich kalt gestellt.

Betrachtet man die unscheinbare Holztür, die sich unterhalb des Wirtshauses befindet, lässt sich kaum erraten, wie tief das Kellergewölbe in den Felsen hinein geht.

Die Keller sind an die 400 Jahre alt. Früher waren die Keller am Kellerwald miteinander verbunden, doch heute sind die Gänge voneinander getrennt. Jeder Keller hat seinen eigenen Bereich.

Eine Art unterirdisches Netz aus Kellergewölben und -gängen erstreckt sich da also in unserem schönen Kellerwald. Gerade jetzt, kurz vor dem Annafest, wo die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen, ist der Felsenkeller für die Wirtin goldwert. Hier kann Hilde ihre Fässer und Getränkekästen lagern. Bei konstanten 8 Grad ist das auch für das Bier die optimale Lagertemperatur und eine ganzjährige natürliche Kühlung. Und während des Annafestes können die Schenker das Bier direkt von dort ausschenken.

Da scheint der Schaufel Keller für das Annafest schon gut gerüstet zu sein. Aber ein paar kleine Sorgen hat Hilde Schaufel dann doch noch:

Die Stadt meinte, dass einige der Felsenkeller baufällig wären und eigentlich gestützt werden müssten.“

Drei Keller seien wohl schon beispielhaft hergerichtet worden, aber Hildes Felsenkeller noch nicht. Auch wenn noch keine Beschlüsse vorliegen, will sie lieber noch nicht an die Folgen der Renovierung denken. Sie hofft, dass dann die Stadt als Eigentümer und die Brauerei mit in die Verantwortung tritt, um die Kosten zu tragen.

Aber irgendwann muss das gemacht werden. Ich will schließlich auch keinen Stein auf meinen Kopf bekommen.

Für dieses Jahr ist Hilde Schaufel in jeden Fall noch gerüstet. Annfest 2017 kann kommen!